Die Sehnsucht

nach Freiheit beginnt

im Herzen.

  • Krieg und Zerstörung sind Dinge, die unsere Welt sehr beeinflussen. Auf der einen Seite sehen wir in den Nachrichten, dass irgendwo Kämpfe stattfinden, Städte zerbombt werden und Menschen leiden. Auf der anderen Seite leben wir hier in einer modernen Gesellschaft, in der viele von uns in Sicherheit leben. Wir gehen zur Arbeit, kaufen ein und verbringen Zeit mit Freunden, als wäre nichts passiert.

    Ein Beispiel dafür ist, wie wir in unseren Alltag oft ganz oberflächlich mit diesen Themen umgehen. Vielleicht schaust du abends Nachrichten und siehst Bilder von zerstörten Städten. Das berührt uns kurz, aber danach scrollen wir durch unsere sozialen Medien oder schauen eine Serie. Wir sind gefangen in unserem eigenen Leben und vergessen schnell, dass es Menschen gibt, die unter schlimmen Bedingungen leben müssen.

    Ein anderes Beispiel ist der Konsum. Oft kaufen wir neue Handys oder Kleidung, obwohl wir wissen, dass irgendwo auf der Welt die Herstellung dieser Dinge Menschen ausbeutet. Es fühlt sich so weit weg an, als wäre das nicht unser Problem. Doch während wir einfach leben, kämpfen andere täglich ums Überleben.

    Diese Widersprüche im Leben sind schmerzhaft. Wir möchten helfen, doch wir sind auch gefangen in unserem Alltag. Es ist wichtig, dass wir uns bewusst machen, was in der Welt geschieht, und versuchen, auch kleine Schritte zu gehen, um das Leben anderer zu verbessern. Vielleicht ist das Reden über diese Themen ein Anfang oder das Engagement in einer Hilfsorganisation. Jeder kleine Beitrag zählt und kann einen Unterschied machen. In meiner Kunst versuche ich, diese tiefen Widersprüche visuell darzustellen. Mit meiner Kamera erzähle ich Geschichten und enthülle das Unsichtbare im Sichtbaren. Jedes Bild, das ich mache, spielt mit Licht und Schatten, es ist ein Duell zwischen dem Offensichtlichen und dem Verborgenen. Denk an das Bild eines Sonnenuntergangs – es ist wunderschön, aber gleichzeitig symbolisiert es das Ende eines Tages, den Abschied vom Licht. Solche Bilder erinnern uns daran, dass Schönheit und Traurigkeit oft Hand in Hand gehen.

    Ich arbeite gerne mit meiner Kamera und Photoshop. Es ist wie ein kreatives Spiel, in dem ich Alltagsgegenstände zu einem Stillleben anordne. Dabei entsteht ein Widerspruch zwischen der Realität und der Fantasie. Wenn ich ein Bild von einer scheinbar perfekten Tasse Kaffee mache, mag es schön aussehen, aber es kann auch die innere Unruhe widerspiegeln, die wir manchmal empfinden – ein Moment der Ruhe, während das Leben um uns herum chaotisch bleibt.

    Ist Fotografie nicht nur eine Darstellung unserer Wahrnehmung? Wie sieht die Realität, die wir abbilden, wirklich aus? Diese Fragen schwirren in meinem Kopf wie Fliegen um ein Licht. Es könnte auch etwas ganz Alltägliches sein, wie der widerstreitende Wunsch, gesund zu leben und gleichzeitig der Verlockung von Junk-Food zu erliegen – ein klarer Widerspruch zwischen unseren Zielen und den kurzfristigen Freuden.

    Es ist spannend zu denken, dass Bilder von Objekten ähnlich sind wie unsere Wahrnehmung – sie sind wie ein verzerrtes, aber dennoch wahres Abbild der Wirklichkeit. In diesem Spannungsfeld finde ich meine Inspiration. Wenn ich mit diesen Widersprüchen spiele und sie in meiner Kunst thematisiere, lade ich mich selbst ein, über die Fragen des Lebens nachzudenken und darüber, was es bedeutet, Mensch zu sein.

    Ich habe erkannt, dass Widersprüche nicht nur Herausforderungen sind, sondern auch Chancen bieten, tiefer zu graben und die Komplexität des Lebens zu verstehen. Ist das nicht erstaunlich? Ein Lichtstrahl, der durch den Nebel bricht, während wir in diesem Café sitzen und über das Absurde nachdenken.

  • In der Mitte des Bildes steht eine schwarze Statue, deren durchbohrte Flügel an scharfe Dornen erinnern. Ihr Ausdruck ist von Schmerz und Leid geprägt, was ein Gefühl der Gefangenschaft und Trauer hervorruft. Im Kontrast dazu liegt ein weisser Origami-Kranich, zart und filigran, der Reinheit und Frieden ausstrahlt.

    Diese beiden Figuren symbolisieren die koexistierenden Kräfte von Gewalt und Frieden. Während die Statue das Leiden verkörpert, steht der Kranich für Hoffnung und den Wunsch nach Freiheit. Ihre Gegenüberstellung wirft die Frage auf, ob Frieden selbst in schmerzhaften Zeiten möglich ist.

    Das Bild erweckt komplexe Emotionen: Traurigkeit über das Leiden der Statue und gleichzeitig Freude über die friedliche Präsenz des Kranichs. Es führt den Betrachter durch einen emotionalen Sturm, der zeigt, dass Schmerz und Freude oft untrennbar miteinander verbunden sind. Letztlich ist es eine Erinnerung daran, dass selbst in den dunkelsten Momenten Licht und Frieden wiederkehren können.

  • „Krieg oder Blitzlicht“ thematisiert den Konflikt zwischen Ruhm und Zerstörung. Der Blitz, der die Freiheitsstatue erhellt, steht für flüchtige Aufmerksamkeit und Glamour, während der Panzer vor ihr für die Grauen des Krieges symbolisiert. Diese Fotografie bringt den Betrachter dazu, über die Kluft zwischen dem kurzfristigen Glanz und der tiefen Traurigkeit des Krieges nachzudenken. Die goldenen Pokerkarten im Vordergrund verdeutlichen die Oberflächlichkeit der modernen Gesellschaft und zeigen, wie fragil Schönheit sein kann. In einer Welt, in der viele wichtige Themen in kurzen, oberflächlichen Nachrichten präsentiert werden, bleibt oft die emotionale Tiefe und die Komplexität des Lebens auf der Strecke – ähnlich wie im Alltag, wo flüchtige Eindrücke die harte Realität verdecken. Es ist ein eindringlicher Aufruf, tiefer zu schauen und die verborgenen Geschichten hinter den Bildern zu erkennen.

  • Das Bild «Der Mensch ist des Menschen Virus» ist eine eindringliche Darstellung der dunklen Seiten der menschlichen Natur. Es zeigt einen kleinen weissen Panzer, der auf einer leuchtend gelben Kugel mit einem Biohazard-Symbol thront. Diese Kombination aus fröhlicher Farbe und bedrohlichem Zeichen verdeutlicht die Widersprüche in unserem Streben nach Fortschritt: Während wir uns in unserer Unschuld wiegen, schaffen wir gleichzeitig Gefahren, die uns selbst bedrohen. Der Panzer symbolisiert die Zerstörung und den Konflikt, die wir oft ironisch als Teil unseres technologischen Fortschritts feiern. Das Bild regt zum Nachdenken an: Können wir den inneren Konflikt zwischen Fortschritt und Zerstörung überwinden, oder sind wir dazu verdammt, die von uns selbst geschaffenen Gefahren zu ignorieren?

Kunst,

für den anspruchsvollen Geniesser.